Morteza

Hallo, ich bin Morteza Nikqadam, ich komme aus Afghanistan und bin 27 Jahre alt. Seit drei Jahren bin ich in Deutschland, ich mache eine Ausbildung als Herren Maßschneider und arbeite am Münchner Volkstheater. Mein Vater musste in der kommunistischen Zeit aus Afghanistan weg und ist in den Iran geflüchtet. Dort hat er meine Mutter kennengelernt. Ich bin im Iran geboren und dort aufgewachsen. Ich war ein paar Mal in Afghanistan. Meine Familie hat versucht ein neues Leben für uns aufzubauen, Bei jedem Versuch hatten wir viele Probleme, ich habe mich immer gefragt warum… weil ich den ursprünglichen Grund nie erfahren habe. Afghanistan ist ein vielfältiges Land. Es gibt viele verschiedene Sprachen, unterschiedliche Volksgruppen und eine reiche Kultur, so dass alle friedlich zusammenleben könnten. Aber es ist Krieg! Und das seit Jahren! So viele Menschen wurden getötet, haben alles verloren oder mussten flüchten. Die Münze hat aber auch eine andere Seite: Die Hoffnung! Deshalb habe ich einen Film ausgewählt, der die Geschichte eines Schriftstellers aus Afghanistan erzählt, der in die USA gegangen ist und dessen Vergangenheit ihn immer wieder einholt. Der Film heißt ” Drachenläufer”. Er spielt in der Gegenwart und zeigt Rückblenden in die Vergangenheit der Titelfigur. In dem Film erleben Sie die friedliche Zeit, den Krieg und die Situation der Flüchtlinge von Afghanistan. Ich will den Film zeigen, da es viele Parallelen mit meiner Biografie gibt. Kein anderer afghanischer Film passt da so gut. Gute Unterhaltung bei KINO ASYL!

 

Dienstag 5.12. | 10 Uhr | Gasteig Carl-Amery-Saal

Für diese Veranstaltung bitte anmelden unter: stb.interkulturell.kult@muenchen.de

Drachenläufer

Drachenläufer

USA 2007 | 122 Min | Regie: Marc Forster | OmU

Kabul 1970. Amir und Hassan wachsen trotz unterschiedlichstem gesellschaftlichen Stand wie Brüder auf. Schon bald werden die jungen Freunde jedoch durch sowjetische Invasion getrennt. Nach Amirs Flucht in die USA erfährt dieser als Erwachsener vom Tod Hassans und sieht sich durch die Umstände zur Rückkehr in seine Heimat verpflichtet.

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